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Zusatzversicherungen im Test
Deutschland: Aktueller Zusatzversicherungen-Test einer Finanzzeitschrift. Welche Zusatzversicherungen benötigt man, welche sind überflüßig?

15 verschiedene Zusatzversicherungen wurden überprüft, elf von privaten Versicherungsgesellschaften und vier von gesetzlichen Krankenkassen. Insgesamt kamen die Tester zu dem Urteil, dass kein Angebot unbedingt notwendig ist.

Allerdings können bestimmte private Extras eine sinnvolle Ergänzung zum gesetzlichen Schutz sein. Bewertet wurden die Produkte in drei Kategorien, von 'überflüssig' über 'sinnvoll' bis 'sehr zu empfehlen'. Mit 'sehr zu empfehlen' haben drei Angebote abgeschnitten. Die Auslandsreise-Krankenversicherung der privaten Versicherer und das Gegenstück der Kassen, der Wahltarif Ausland, ist für alle Auslandsreisenden nützlich. Die gesetzlichen Kassen übernehmen keine Krankenrücktransporte aus dem Ausland, auch die Behandlungskosten im Krankheitsfall werden nur in einigen Ländern bezahlt. Die Zusatzversicherungen minimieren das finanzielle Risiko.

Vor einem Einkommensausfall wegen einer langen Krankheit soll die Krankentagegeldversicherung der privaten Versicherer schützen. Für Selbstständige ohne Krankengeldanspruch ist sie deshalb sehr wichtig. Angestellte Arbeitnehmer können mit ihr die Lücke zwischen dem normalen Nettoeinkommen und dem niedrigeren gesetzlichen Krankengeld schließen, damit sie bei einer langen Krankheit nicht weniger Geld haben.

Als 'überflüssig' sehen die Tester die Krankenhaustagegeldversicherung der privaten Versicherer an. Einem krankheitsbedingtem Einkommensausfall sollte ihrer Meinung nach besser durch eine Krankentagegeldpolice vorgebeugt werden. Auch die Versicherung für eine Privatabrechnung beim Arzt von gesetzlichen und privaten Anbietern wird als unnötig bewertet. Bei diesem Kostenerstattungsverfahren können gesetzlich Versicherte bei einer Behandlung wie Privatpatienten direkt abrechnen. Die Vergütung nach der privatärztlichen Gebührenordung ist in der Regel deutlich höher, als wenn der Mediziner den Patienten über die Chipkarte abrechnet. Die Zusatzversicherung sorgt dafür, dass der Betroffene einen großen Teil des Differenzbetrages erstattet bekommt. Allerdings sind die Versicherungen relativ teuer, und der Patient erhält keine zusätzlichen Leistungen. Zudem darf er dennoch nur von Ärzten mit Kassenzulassung behandelt werden, reine Privatpraxen bleiben tabu.

Auch eine Brillenversicherung halten die Tester für überflüssig.
 
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© 2008 uoiea


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